Wie Teamwork und Strategie große Hürden überwinden
Das UKSH hat seine komplexe Elektroenzephalografie (EEG)-Systemlandschaft grundlegend konsolidiert. Ziel war es eine sichere, effiziente und zukunftsfähige Lösung für alle Standorte zu implementieren. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie strategische Planung, engagiertes Management und exzellente Zusammenarbeit selbst größte Herausforderungen meistern.
Herausforderungen: Technik, Prozesse und Menschen
Das Projekt begann mit komplexen Aufgabenstellungen: Gesetzliche Aufbewahrungspflichten erforderten den Zugriff auf Altdaten, die das neue System nicht direkt verarbeiten konnte. Gleichzeitig brachte die Vielfalt der Kliniken unterschiedliche Prozesse mit sich, die harmonisiert werden mussten. Hinzu kam die Schnittstelle zwischen IT und Medizintechnik, die klare Koordination verlangte. Um diese Synergien zu bündeln, übernahm die ITSG die Gesamtprojektleitung.
Lösung: Strategischer Zwei-Säulen-Ansatz
Um diese Hürden zu nehmen, wurde ein strategischer Zwei-Säulen-Ansatz verfolgt. Die erste Säule bildete die Einführung einer einheitlichen Softwareplattform zur zentralen Standardisierung. Parallel dazu wurde eine Spezialsoftware für Altdaten implementiert: Ein dedizierter „Viewer“ gewährleistet den rechtssicheren Zugriff auf Archivdaten, ohne die neue Systemlandschaft zu belasten.

Umsetzung: Teamwork als Schlüssel zum Erfolg
Die Umsetzung gelang durch die enge Zusammenarbeit zwischen ITSG, Klinik-Anwendern, Medizintechnik und dem Hersteller unter der Leitung von Romina Seidel. Der Rollout umfasste den Aufbau der Infrastruktur, die Integration der Schnittstellen, die Datenmigration sowie umfassende Schulungen. Durch kontinuierliche Abstimmung konnte jede Phase effizient realisiert werden.
Ergebnis: Eine neue Ära der EEG-Diagnostik
Die Konsolidierung bringt zahlreiche Vorteile. Für die Mitarbeitenden bedeutet die neue Software deutlich effizientere Arbeitsabläufe: Befunde sind nun vollständig digital in ORBIS integriert, manuelles Scannen entfällt und Routineaufgaben werden beschleunigt. Dies erhöht die Arbeitszufriedenheit und minimiert Fehlerquellen.
Auch die Patientinnen und Patienten profitieren direkt: Durch digitalisierte Prozesse stehen Befunde schneller und zuverlässiger zur Verfügung, was die Behandlungsabläufe beschleunigt. Gleichzeitig sorgt die aktuelle Wartung der Systeme für höchste Datensicherheit. Die standardisierte Plattform schafft zudem eine solide Basis für künftige Erweiterungen, welche die Qualität der Diagnostik langfristig sichern.
Fazit: Erfolgsfaktoren für Mitarbeitende und Patienten
Das Projekt unterstreicht, wie entscheidend klare Zielsetzungen und engagierte Führung sind. Besonders mutig war die radikale Standardisierung über vier Kliniken hinweg bei gleichzeitiger Harmonisierung unterschiedlichster Prozesse.
Für Mitarbeitende und Patienten entstehen spürbare Verbesserungen durch effizientere Prozesse und schnell verfügbare Diagnostik. Das Projekt legt damit den Grundstein für eine moderne Patientenversorgung, von der alle Beteiligten langfristig profitieren.
