Digitalisierung, die ankommt: UKSH x VITAS Experience Day zeigt Erfolgsfaktoren

Donnerstag, 18. Juni 2026
VITAS-Experience-Day

Wie gelingt Digitalisierung im Gesundheitswesen?

Vor allem durch den Austausch über konkrete Erfahrungen. 31 Vertreterinnen und Vertreter aus über 20 Krankenhäusern und Universitätskliniken aus ganz Deutschland kamen am 18. Juni 2026 ins Universitätsklinikum Schleswig-Holstein nach Lübeck. Nicht nur, um sich eine KI-gestützte Telefonassistenz anzusehen. Sondern um eine viel wichtigere Frage zu diskutieren: Wie gelingt es, digitale Innovationen erfolgreich in die Patientenversorgung zu bringen? Genau darum ging es beim UKSH x VITAS Experience Day.

Digitale Transformation braucht erfolgreiche Umsetzung

Rudolf Dück, CIO des UKSH und Geschäftsführer der UKSH ITSG beim UKSH x VITAS Experience Day Rudolf Dück, CIO des UKSH und Geschäftsführer der UKSH ITSG beim UKSH x VITAS Experience Day

Die Veranstaltung wurde von Thomas Abend, CEO von VITAS und Rudolf Dück, CIO des UKSH und Geschäftsführer der UKSH Gesellschaft für IT Services mbH (UKSH ITSG), eröffnet. Bereits zu Beginn wurde deutlich: Der eigentliche Engpass der Digitalisierung liegt heute nicht mehr in der Verfügbarkeit innovativer Technologien. Er liegt in ihrer erfolgreichen Implementierung.

Denn zwischen einem überzeugenden Pilotprojekt und einem nachhaltigen Nutzen im Klinikalltag liegen oftmals Welten. Deshalb standen nicht Produktpräsentationen im Mittelpunkt, sondern die Erfahrungen aus einem realen Klinikbetrieb.

Mitarbeitende des UKSH und der UKSH ITSG zeigten, welche organisatorischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit digitale Innovationen dauerhaft erfolgreich werden. Dabei wurde aus dem Ambulanzmanagement offen über die Erfahrungen aus dem täglichen Einsatz berichtet – über Veränderungen in Arbeitsabläufen, Akzeptanz bei Mitarbeitenden und den tatsächlichen Nutzen für Patientinnen und Patienten. Auch die technische Implementierung wurde beleuchtet. Dabei wurde deutlich, wie eng Architektur, Integration, Informationssicherheit und Betriebsprozesse zusammenspielen müssen, damit Innovationen zuverlässig im klinischen Alltag funktionieren.

Praxiswissen aus dem Klinikalltag

Gerade diese Kombination machte den Experience Day besonders wertvoll. Digitalisierung entsteht nicht durch Software. Digitalisierung entsteht dort, wo klinische Prozesse, Organisation und Technologie intelligent zusammengeführt werden. Genau darin sehen wir eine zentrale Aufgabe des UKSH.

Als Universitätsklinikum verstehen wir uns nicht nur als Anwender neuer Technologien, sondern als Ort, an dem digitale Innovationen gemeinsam mit unseren Partnern erprobt, bewertet und in die Versorgung übersetzt werden. Unser Anspruch ist es, Innovationen nicht im Pilotstatus stehen zu lassen, sondern sie in den klinischen Regelbetrieb zu überführen und damit einen messbaren Mehrwert für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende zu schaffen.

Zum Hintergrund dieses Projekts: Das UKSH nutzt den KI-basierten Telefonassistenten von VITAS seit 2023 in einer Herzambulanz und zwei Interdisziplinären Notaufnahmen. Nach positiven Erfahrungen wurde 2025 der standortübergreifende Rollout beschlossen: 30 Ambulanzen an den Campi Kiel und Lübeck sollen angebunden werden. Geplant sind zudem Weiterentwicklungen wie IDM-Anbindung, Single Sign-on, Kalenderschnittstelle zur Terminvergabe und Mehrsprachigkeit.

Die UKSH ITSG als Partner für digitale Transformation

Die UKSH Gesellschaft für IT Services übernimmt dabei eine besondere Rolle. Sie verbindet klinische Anforderungen mit technischer Umsetzung, Enterprise-Architektur, Integration, Change-Management und sicherem Betrieb. So entstehen Kompetenzen, die weit über die Einführung einzelner Anwendungen hinausgehen und zunehmend auch für andere Gesundheitseinrichtungen von Interesse sind.

Die Zukunft der Digitalisierung im Gesundheitswesen entscheidet sich nicht daran, welche Technologien verfügbar sind, sondern daran, wie gut wir sie gemeinsam in die Versorgung bringen.

Unser Dank gilt der VITAS GmbH für die gemeinsame Organisation sowie allen Teilnehmenden für den intensiven Dialog und die zahlreichen Impulse. Wir freuen uns darauf, den Austausch fortzusetzen und die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter voranzubringen.