Ehrenamt mit Wirkung: Wie Felix Irmscher Tradition lebendig hält und Gemeinschaft stärkt

Was haben IT und Schmiedekunst gemeinsam?

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Auf den ersten Blick wenig. Doch bei Felix Irmscher treffen digitale Kompetenz und jahrhundertealtes Handwerk auf besondere Weise zusammen – und schaffen dabei einen echten Mehrwert für die Allgemeinheit. Hauptberuflich ist Felix in der IT tätig.

In seiner Freizeit engagiert er sich seit 2016 ehrenamtlich als Schmied im Lübecker Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk. Dort bringt er an ausgewählten Sonntagen nicht nur Eisen zum Glühen, sondern auch die Augen der Besucherinnen und Besucher.

Ehrenamt, das Wissen bewahrt und erlebbar macht

Als autodidaktischer Schmied, der bereits Anfang der 2000er-Jahre begann, sich intensiv mit dem Handwerk zu beschäftigen, vermittelt Felix heute traditionelles Schmieden in Schauschmiedeveranstaltungen und kleinen Workshops. Besucher erleben hautnah, wie aus rohem Stahl Werkzeuge, Alltagsgegenstände oder kleine Kunstwerke entstehen – und dürfen oft selbst Hand anlegen.

Gerade dieser direkte Zugang macht den gesellschaftlichen Wert seines Engagements aus:
Historisches Handwerk wird nicht nur gezeigt, sondern aktiv weitergegeben. Das Ehrenamt trägt dazu bei, kulturelles Wissen zu bewahren, Museen lebendig zu halten und Menschen unabhängig von Alter oder Hintergrund für Geschichte, Handwerk und Kreativität zu begeistern.

„Es gibt immer wieder diesen Moment, wenn jemand zum ersten Mal schmiedet – und plötzlich mit leuchtenden Augen vor dem Amboss steht“, beschreibt Felix. „Das ist einfach großartig.“

Felix-Irmscher-Artwork

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  • Warum Ehrenamt auch die Gesellschaft stärkt

    Ohne ehrenamtliches Engagement wäre ein großer Teil der regionalen Museumsarbeit nicht realisierbar. Felix bringt es klar auf den Punkt:
    Die Lübecker Museumskultur wäre ohne Ehrenamtliche undenkbar.

    Sein Einsatz schafft Begegnungsräume, fördert kulturelle Bildung und stärkt das Gemeinschaftsgefühl – Werte, von denen die gesamte Gesellschaft profitiert. Gleichzeitig zeigt sein Beispiel, wie vielfältig Ehrenamt sein kann und dass Engagement nicht immer laut, aber wirkungsvoll ist.

  • Gegensätze, die sich ergänzen

    Für Felix ist das Schmieden ein bewusster Ausgleich zum IT-Alltag: weg vom Bildschirm, hin zu körperlicher Arbeit, Kreativität und direktem Kontakt mit Menschen. Und doch fließen seine beruflichen Fähigkeiten immer wieder ein – etwa bei der Erstellung von Plakaten, Videos oder 3D-Modellen für Ausstellungen.

    Auch persönlich profitiert er von seinem Ehrenamt:
    Der Austausch mit Menschen außerhalb der IT-Welt schärft seine Wahrnehmung, erweitert Perspektiven und wirkt sich positiv auf seinen Berufsalltag aus.

  • Ehrenamt braucht Sichtbarkeit und Wertschätzung

    Felix wünscht sich, dass ehrenamtliches Engagement insgesamt mehr Anerkennung erfährt – auch im Unternehmenskontext und auf gesellschaftlicher Ebene. Mehr Sichtbarkeit und faire Rahmenbedingungen, etwa durch steuerliche Erleichterungen, könnten dazu beitragen, freiwilliges Engagement langfristig zu stärken.

    Sein Rat an Kolleginnen und Kollegen ist dabei bewusst entspannt:
    „Alles kann, nichts muss. Ehrenamt soll kein zusätzlicher Stress sein, sondern ein freier Raum für Leidenschaft.“

  • Ein Engagement, das inspiriert

    Ob mit Laptop oder Schmiedehammer – Felix bleibt sich treu. Sein Ehrenamt zeigt eindrucksvoll, wie individuelles Engagement zur Bewahrung von Kultur, zur Förderung von Gemeinschaft und zu einer lebendigen Gesellschaft beiträgt.

    Danke, Felix, für deinen Einsatz, deine Begeisterung und dafür, dass du unsere Welt ein Stück heller – und heißer – machst.